Allianz auf der re:publica 2026: Rechenzentren als Grundlage für Souveränität, Nachhaltigkeit und Teilhabe

Beim gut besuchten Lightning Talk auf der re:publica 2026 zeigte eco Geschäftsführer Alexander Rabe, warum digitale Teilhabe ohne leistungsfähige digitale Infrastrukturen nicht möglich ist. Im Mittelpunkt standen Rechenzentren als Rückgrat einer souveränen, nachhaltigen und inklusiven digitalen Gesellschaft.

Wie selbstverständlich digitale Dienste heute genutzt werden, zeigt sich in jeder einzelnen Minute im Internet: Nachrichten werden verschickt, Videos gestreamt, Suchanfragen gestellt, Daten verarbeitet und KI-Anwendungen genutzt. Was dabei meist unsichtbar bleibt, ist die Infrastruktur im Hintergrund. Genau dort setzte Alexander Rabe, Geschäftsführer des eco – Verband der Internetwirtschaft e. V., in seinem Lightning Talk auf der re:publica 2026 an.

Unter dem Titel „Rechenzentren: Schlüssel für Souveränität, Nachhaltigkeit und Teilhabe“ ordnete Rabe Rechenzentren nicht als rein technisches Spezialthema ein, sondern als zentrale Voraussetzung digitaler Handlungsfähigkeit. Der gut besuchte Vortrag machte deutlich: Rechenzentren, Netze, Internetknoten und Cloud-Infrastrukturen bilden gemeinsam das Fundament, auf dem digitale Wirtschaft, Verwaltung, Bildung und gesellschaftliche Kommunikation aufbauen.

Digitale Infrastruktur als Voraussetzung für Teilhabe

Ein besonderer Fokus des Talks lag auf der Frage digitaler Teilhabe. Rabe betonte, dass Teilhabe nicht allein durch Endgeräte oder Internetzugang entsteht. Entscheidend ist auch, ob die digitalen Dienste dahinter zuverlässig, sicher, skalierbar und vertrauenswürdig funktionieren.

Das wird besonders im Bildungsbereich sichtbar: Schulclouds, Lernplattformen und digitale Kollaboration funktionieren nur, wenn im Hintergrund leistungsfähige Rechenzentren und stabile Cloud-Infrastrukturen verfügbar sind. Für Nutzerinnen und Nutzer bleiben diese Infrastrukturen meist unsichtbar – fallen sie aus oder fehlen Kapazitäten, wird digitale Teilhabe jedoch unmittelbar eingeschränkt.

Der Vortrag schlug zugleich die Brücke zu wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und digitaler Souveränität. Rechenzentren ermöglichen Cloud-Anwendungen, KI-Nutzung, digitale Geschäftsmodelle und moderne Verwaltungsdienste. Sie entscheiden damit auch darüber, ob Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Bürgerinnen und Bürger selbstbestimmt digitale Angebote nutzen können.

Diese Perspektive entspricht auch dem Anliegen der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen. Die unter dem Dach von eco gegründete Initiative macht im Dialog mit Politik und Öffentlichkeit auf die Bedeutung digitaler Infrastrukturen für den Wirtschaftsstandort Deutschland aufmerksam. Auf ihrer Website beschreibt die Allianz leistungsfähige Rechenzentren als Rückgrat der Digitalisierung und als wichtigen Standortfaktor für die digitale Transformation.

Auch das Thema Nachhaltigkeit spielte im Talk eine zentrale Rolle. Rabe machte deutlich: Die Frage ist nicht, ob digitale Infrastruktur gebraucht wird, sondern wie sie betrieben, ausgebaut und in Energie- und Wärmesysteme integriert wird. Moderne Rechenzentren können einen Beitrag zu effizienterer Digitalisierung leisten – etwa durch professionelle Betriebsführung, hohe Auslastung, energieeffiziente Kühlung und die Nutzung von Abwärme.

Damit Rechenzentren in Deutschland und Europa nachhaltig wachsen können, braucht es aus Sicht der Branche verlässliche politische Rahmenbedingungen. Dazu zählen geeignete Standorte, schnellere Genehmigungen, wettbewerbsfähige Stromkosten, Netzanbindung sowie praxistaugliche Anforderungen an Energieeffizienz und Abwärmenutzung.

Die Resonanz auf der re:publica zeigte: Das Thema digitale Infrastruktur ist längst nicht mehr nur eine Fachdebatte der Branche. Fragen nach Souveränität, Nachhaltigkeit und Teilhabe führen direkt zu den physischen Grundlagen der Digitalisierung.

Rabes zentrale Botschaft: Rechenzentren sind nicht der Maschinenraum neben der Digitalisierung. Sie sind Voraussetzung dafür, dass Wirtschaft, Staat und Gesellschaft digital handlungsfähig bleiben.

Die Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen wird diese Debatte weiter begleiten und sich dafür einsetzen, dass Rechenzentren, Netze und Interconnection als strategische Infrastruktur verstanden und entsprechend gestärkt werden.

Sehen Sie hier mehr Fotos von der Allianz auf der re:publica