Frankfurt d. 13.02.2026 – Die Ablehnung eines Rechenzentrumsprojekts in Groß-Gerau mit einem Investitionsvolumen von 2,5 Milliarden Euro sorgt bundesweit für Diskussionen.
Dazu erklärt Volker Ludwig, Co-Sprecher des Lenkungskreises der, unter dem Dach von eco gegründeten, Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen:
„Dass Groß-Gerau den Bau eines großen Rechenzentrums mit mit 174 Megawatt Leistung stoppt ist bedauerlich. Rechenzentren sind das Rückgrat der digitalen Transformation und somit Garant der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Rechenzentren am Standort Deutschland sind aber auch Garant digitaler Souveränität und digitaler Leistungsfähigkeit. Ihr Beitrag für eine Kommune oder eine Region zeigt sich nicht nur in der Zahl der Beschäftigten vor Ort, sondern vor allem in der Wertschöpfung, die sie in anderen Branchen ermöglichen.
Aktuelle Studien belegen, dass Rechenzentren durch sogenannte Spill-Over-Effekte von rund EUR 300 Mrd. die Bruttowertschöpfung in Deutschland steigern und erhebliche Wachstumsimpulse für Deutschland, Frankfurt und das Umland auslösen. Das Rhein-Main-Gebiet ist der größte Standort von Rechenzentren in der EU.
Damit Deutschland wettbewerbsfähig bleiben kann, braucht es den weiteren Ausbau und eine Stärkung des Ökosystems digitaler Infrastrukturen. Aus Sicht der Betreiber sind verlässliche und planbare Rahmenbedingungen entscheidend. Wenn große Projekte in einer der wichtigsten Digitalregionen Deutschlands nicht realisiert werden, bleibt das im internationalen Wettbewerb nicht ohne Wirkung. Wer die digitale und wirtschaftliche Zukunft sichern will, muss auch die nötigen Infrastrukturen ermöglichen.“
Die Diskussion zeigt, wie wichtig eine überregionale und strategische Standortpolitik für digitale Infrastrukturen ist.
